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"Things We Do For Love"
"Die Fledermaus", Frankfurt/M.
"Die Fledermaus", Hamburg
"Stella" "Volksfeind",
Basel "Gu'n Tag,
du Metropole" "Faust" "Die Möwe" "Der Kammersänger" "Krieg um Troja" "König Lear" "Elementarteilchen" "Sommernachtstraum" "Die Hinterbliebenen"
"Gleichgewicht"
"Die Hose"
"Anatomie Titus Fall of Rome"
"Dreigroschenoper" "Das kunstseidene
Mädchen"
"Das Wunderkind"
"Things We Do For Love"
Nebenrolle
Nikki beherrscht die Szene - Zukünftige Chronisten der Berliner Bühnen
kommen an der deutschen Erstaufführung von "Things we do for Love"
am Renaissance‑Theater nicht vorbei. Eine Sensation!
Den Abend zum
Ereignis macht Katherina Lange in der Nebenrolle der Nikki! Sie gibt
dem naiven Trampel eine Herzenswärme, die das Publikum im Handumdrehen
verzaubert. So schön noch in den häßlichsten Momenten, etwa der Wut
oder der Trauer, war lange keine Aktrice an einem Berliner Theater zu
bewundern. Katherina Lange ist eine schauspielerische Urgewalt, ein
absolutes Ausnahmetalent. Noch die schrillste Rede hat die Magie einer
zarten Melodie, selbst die vulgärste Pose atmet die sanfte Schönheit
eines Frühlingsmorgens. Dichter sollten Schlange stehen, um Katherina
Lange die wunderbarsten Rollen auf den Leib zu schreiben.
Und jeder echte
Theaterliebhaber muß sie in "Things we do for Love" am Renaissance‑Theater
sehen!
Peter Claus, BERLINER KURIER
Die schönste Szene in diesem erotischen Kuddelmuddel
ist eine gespenstische Trennung: Wegen Barbara verläßt Hamish völlig
unerwartet seine Verlobte. Es dauert ein paar grauenhafte Augenblicke,
ehe Nikki das begreift. Dann senkt sie die Augen und erstarrt schweigend
in vollkommenem Schmerz. Schlicht und ergreifend führt Katherina Lange
vor, wie aus einer Figur, die bisher ganz sinnliche Lebensfreude und
harmlose Einfalt war, alles Leben entweichen kann.
Irene Bazinger, BERLINER ZEITUNG
"Die
Fledermaus" (Regie: Thomas
Schulte-Michels)
Spritzige
Munterkeit gewinnt die Aufführung vor allem durch die gesangliche und
darstellerische Leistung von Katherina Lange als Rosalinde. Beim angeblich
manierlichen "Uhren-Duett" des zweiten Aufzugs entpuppt sich Katherina
Lange als eine wahre Königin der Nacht, als versierte Sopranistin, die
ihren Koloratur-Arien einen etwas ordinären Unterton beimischt.
Michael Grus, FRANKFURTER RUNDSCHAU
Katherina Lange
spielt die Rosalinde als wild gewordenes Muttchen, daß es ein Vergnügen
ist.
DARMSTÄDTER ECHO
"Die Fledermaus"
(Regie: Frank Castorf)
Die Maus gefleddert -
Eine sächselnde Rosalinde (Katherina
Lange)
DER SPIEGEL
Wenn Rosalinde
(Katherina Lange) mit überraschend klangschöner Opernverve den berühmten
Czardas singt, steht sie allein auf der Bühne...
WAZ
Rosalinde (vorzüglich:
Katherina Lange) sächselte und sang mit melodramatischen Kratzern und
militanten Höhen...
DIE WELT
Katherina Lange,
die das schönste Tremolo trällert...
BERLINER ZEITUNG
Frank Castorf
hat von Bert Neumann sparsam dekorieren lassen. Um so mehr verlangt
er seinen Schauspielern ab. Er läßt sie neben ihre Rolle treten, in
diese und jene Rolle fallen, aus der Rolle fallen - das für ihn typische
kaleidoskopische Spielen mit der Persona... Katherina Lange beginnt
sächselnd, fällt später in den Sprachduktus Hitlers, in den einer Furie,
in den einer Schmierenkomödiantin, in den einer Soubrette. Dazwischen
wilde Balgereien und obszönes Handgemenge, aggressive Ausbrüche des
Sexus und des Machtgebarens, die Lust an der Erniedrigung des anderen.
TAZ
Katherina Lange
darf wunderbar schrill sein...
HAMBURGER ABENDBLATT
Die Frau des
Hauses übertrifft alle Erwartungen: Gekleidet in blau schimmernden Satin,
passend zum Fenster, umschmeichelt ein grünliches Neglié Katherina Langes
zarte Schultern. Den Liebreiz vollends unwiderstehlich machen ihre stahlblonde,
helmartige Perücke und, sobald sie die begehrten Lippen bewegt, ein
durch Mark und Bein fahrendes Sächsisch, frontal ins Publikum gebellt.
Den Stahlgewittern solcher Verführungskraft kann ein starker Mann nicht
widerstehen.
THEATER HEUTE
"Stella"
Anfangs ist da das romantische
Schwärmen der nur noch ihrer Liebeserinnerung lebenden Stella. Katherina
Lange gibt verspielte Zartheit, eine junge Frau, die, acht Jahre allein,
ihre Sehnsucht nach körperlicher Begegnung kaum noch zu unterdrücken
vermag. Wenn sie Cäcilie Freundschaft anträgt, schwingt sogar irgendwie
Hoffnung auf nahe Vertrautheit mit. Als aber Fernando zurückkehrt, bricht
die gezügelte Leidenschaft frei und selbstbewußt auf.
NEUES DEUTSCHLAND
"Volksfeind",
Basel
Distanziert und stark - Katherina Lange
ist zickig, hat ihre abgezirkelten Anfälle. Sie beherrscht das beabsichtigte
stilisierte Spiel der Kunstfiguren studienreif: Wenn sie zuerst ihrem
Vater zuhört, was der so herauswurmt aus seinem verlogenen Mund, dann
sich langsam erhebt, entschlossen und bewegungslos vor ihn hinsieht
und dann ihr "Du kotzt mich an" herauskotzt, wirkt das einerseits
gemacht und distanziert, wie es Brecht gefallen hätte, andrerseits so
satt und stark, daß niemand mehr im Saal an der Aussage zweifelt. Sie
trägt ihren Babybauch vor sich her wie einen Theaterbauch und wie ihr
Kindchen gleichzeitig. Und tritt mit ihren üppigen Migrostaschen und
Windelbomben auf die Bühne wie eine realsatirische Spukgestalt.
BASLER ZEITUNG
"Die
Möwe"
Katherina Lange macht aus der verblühten Diva eine jener
Frauen, denen ihre hämischen Sätze so nonchalant entschlüpfen, als würden sie bloß ihre Lippen
nachziehen.
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
"König
Lear"
Von den Töchtern
ragt nur Katherina Lange heraus, die Regan als Prinzessin mit Schnauze
gibt.
DARMSTÄDTER ECHO
Katherina Lange weiß ihrer Regan
sogar zärtliche, anschmiegsame Züge abzugewinnen, so daß man sich wundert,
wenn sie abrupt in abweisende Härte und Brutalität verfällt. Aber gerade
mit dem raschen Stimmungswechsel entpuppt sie sich als Tochter ihres
Vaters.
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
"Das
Gleichgewicht"
Verzweifelte
Komik treibt ihre schönste Blüte in einer Nebenrolle: Katherina Lange
kann als vertriebene Ladenbesitzerin endlich einmal den hinreißenden
Charme ihrer Berliner Schleuderschnauze entfalten. Die bewährte
Darstellerin überspringt bravourös eine Generation zur alten Jungfer
Abel, der mit dem Porzellanladen auch der Elefant abhanden kommt.
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
Katherina Lange als Marianne zeigt ihr großes komisches
Talent.
JOURNAL FRANKFURT
"Die Hose"
Katherina Lange als kupplerische
Nachbarin vibriert vor Lüsternheit und Schadenfreude, die moralischen
Fassaden dieser Welt etwas anzukratzen. ALLGEMEINE ZEITUNG MAINZ
... wunderbar komische Katherina
Lange.
DARMSTÄDTER ECHO
"Dreigroschenoper"
Die Entdeckung des Abends: Katherina Lange singt und spielt
und singt die Polly, als habe sie bei Brecht studiert. Ihre Sentimentalität,
ihre Berechnung riechen wie teures Parfüm: eine Jeanne d'Arc der Gosse.
FRANKFURTER NEUE PRESSE
Beeindruckend in ihrer gestischen Präsenz das schnippische
Pagenkopfmädel Katherina Lange als Polly Peachum.
FRANKFURTER RUNDSCHAU
Katherina Lange
als Polly ist die Entdeckung in dieser Inszenierung. Nicht das junge,
naive, blonde Weibchen wird hier - wie sonst gern üblich - vorgeführt,
nein, diese Polly steht mit beiden Beinen kess auf der Erde, ganz im
Stil der emanzipierten Mädchen der Zwanziger Jahre mit schwarzem Bubikopf
und kniefreiem Kleid. Ihre Stimme hat etwas Betörendes. Sicher in der
Intonation...
GIESSENER ALLGEMEINE
Polly: Mit Pagenkopf und Schmollmund ist Katherina Lange
total die langbeinige Naive, und wenn sie vibratoreich in den höchsten
Tönen agiert, dann gleicht dies nicht nur den frühen Plattenaufnahmen,
sondern ist auch perfekte Verwirklichung dieser banal-lyrischen Lieder,
ob vom Traum der Seeräuberbraut oder der sentimentalen Hingabe des liebenden
Mädchens; und zusammen mit Dorothee Hartinger als Lucy erweist sie sich
auch als temperamentvolle Karikaturistin des Genres Oper.
WIESBADENER KURIER
Katherina Lange
meistert die Brechtsche Ästhetik am überzeugendsten und auch die Songs
von Kurt Weill: Nicht als ordinäre Gangsterbraut, sondern als romantisch-charmantes
Naivchen, das sich zum Bandenboss mit herzerfrischendem Raffinement
mausert.
DIE RHEINPFALZ
"Der
Kammersänger"
Katherina Lange
brilliert doppelt: Als minderjährige Verehrerin im Evaskostüm ist sie
rührend und berechnend zugleich, als mänadische Ehefrau, die im Unbedingtheitsfieber
Mann und Kinder verläßt, eher abstoßend. Dennoch gelingt es ihr, jenen
Egoismus, den Helene Liebe nennt, als Leiden fühlbar zu machen. Diese
Frau weiß nicht, wie ihr geschieht: Sie will gar nicht lieben, sie muß
nur.
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
Katherina Lange
in zwei verschiedenen Rollen - als schwärmerischer Teenager und als
hysterische Geliebte - machte einmal wieder ihre darstellerische Vielfalt
deutlich.
FRANKFURTER NEUE PRESSE
"Das
kunstseidene Mädchen" Glanz einer Schauspielerin - Katherina Lange als Doris,
die ihr Leben ins Glück zwingen will, die "ein Glanz werden"
will, was ihr für Augenblicke gelingt. Doch das Dunkel ist drohend,
in das sie immer wieder abgedrängt wird. Alle spielen mit ihr, und auch
sie verwandelt Leib und Seele zu wohltönenden Instrumenten. Sie sieht
die Welt richtig, aber die richtige Welt gibt es nur im Kopf. Der Schein
regiert, und das Sein verliert sich winzig in der Ferne am Horizont.
Diese Doris ist grundgut und ihre Liebesfähigkeit kennt keine Grenzen.
Sie ist wunderbar rührend und stets am Anfang. Es ist etwas ewig Lebendiges
um sie und in ihr, und so ist sie, Traurigkeit hin oder her, jaja: unsterblich.
Katherina Lange macht das alles so deutlich, daß man vor
Staunen zu träumen meint. Wie Katherina Lange Zeitkolorit und inneren
Rhythmus zu etwas Neuem, Jungem, Frühem, Frischem macht, das hat neben
allem scharf konturierten Können den tiefen Sinn und satten Glanz der
Wahrheit. Und der Wahrheit der Kunst. Kunst und Leben: Katherina Lange
trennt sie nicht, sie bindet beides fest aneinander. Ein Vergnügen besonderer
Art.
SÜDDEUTSCHE ZEITUNG
Im Renaissane-Theater erzählte, rezitierte, sang, lachte,
tanzte und weinte Katherina Lange als kunstseidenes Mädchen. Die äußerst
vielseitige Bühnenkünstlerin wischte etwa fließende Tränen der Rührung
schnoddrig mit einem Papiertaschentuch weg und steckte das Publikum
in die Tasche beziehungsweise in ihren Koffer (ein wichtiges Requisit
dieser Vorstellung). Eine
bemerkenswerte Frau mit großem Glanz.
Lothar Kusche in OSSIETZKY
Da sitzt sie und heult. In ihrer Sonnenbrille spiegelt
sich das Licht wie funkelnde Sterne. "Ich will ein Glanz werden",
sagt Doris. Und sitzt da und heult. So geht es los. So hört es auf.
Nichts passiert. Jede Menge passiert.
Eine Zustandsbeschreibung in Episoden. Was für eine Geschichte. Katherina Lange spielt die Doris, knapp eineinhalb Stunden
erzählt sie von ihrem Leben, ihren Liebhabern, ihren Träumen und Enttäuschungen,
von ihrem Wunsch, "ein Glanz" zu werden - und wie er sich
nicht erfüllt. Katherina Lange gelingt,
was so leicht ausschaut und doch das Schwerste ist. Tanzend und juchzend
hüpft sie über die kleine Bühne, singt von der Elisabeth mit den schönen
Beinen und produziert sich ‑ und im nächsten Moment kriegt sie
das Elend und möchte am liebsten hinter dem Koffer verschwinden, den
sie die ganze Zeit herumschleift ‑ als Requisit, das ihr ziellos
zielgerichtetes Unterwegssein bebildert. Jede Geste stimmt,.das Gesicht
spricht Bände, Katherina Lange zeigt dem Publikum diese Doris ‑
aber denunziert sie nicht. Daß man in dieser Welt entweder zu denen
gehört, die kaufen oder ‑ so wie das kunstseidene Mädchen ‑
die sich verkaufen: Das nimmt man Katherina Lange sofort ab.
FRANKFURTER RUNDSCHAU
Die Akteurin braucht nur eine Bank und einen Koffer zum
Sitzen, Schlafen, Baden und Sich-Verkriechen, um zu weinen. Vorerst
lacht sie, daß den Zuschauern Augen und Herz übergehen. Sie läßt ihre
Doris träumen mit dem trockenen Witz der Berliner, die sich selber nicht
gerne zu ernst nehmen: So fliegt der erste Liebhaber als Papierkügelchen
aus dem Medaillon durch die Luft. Sie singt und tanzt, demonstriert,
wie sich Naivität mit Chuzpe verträgt, verwandelt sich von der Zukurzgekommenen
in die Mondäne, tobt die Lebenslust der Autorin aus wie Rumpelstilzchen
und läßt ihre Selbstmordkandidatin den entblätterten Mythos glaubhaft
überleben: mit gesundem Menschenverstand.
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
Katherina Lange als Doris springt, lacht, lachen, singt
Couplets, summt Schlagermelodien, tanzt, wirft die Beine, umgarnt die
Männer - die imaginierten auf der Bühne und jene im Parkett. Unsereins
staunt, wie verwandlungssicher die Aktrice von einer Pose in die andere
springt.
JOURNAL FRANKFURT
Solostücke fordern von den Akteuren ein Höchstmaß an schauspielerischer
Kraft. Die Berlinerin Katherina Lange schafft es, das Publikum 90 Minuten
zu fesseln. Als Doris in
"Das kunstseidene Mädchen" lacht und weint sie, singt und
tanzt sie, rührt die Herzen mit typisch Berliner Witz. Als Requisit genügen ihr Koffer und Bank. Da kommt nie Langeweile
auf.
BILD
Katherina Lange hat die Stimmungsschwankungen ihrer Rolle
sicher im Griff, legt die Schwächen der Figur auf sympathische Weise
offen. Der kleine Selbstbetrug ist die Quelle ihrer Selbstbehauptung,
Euphorie und Trotz sind ihre Medizin gegen die nagende Resignation.
Mit Sehnsucht und Schnauze erspielt Katherina Lange das Porträt einer
naiven, aber starken Frau.
DARMSTÄDTER ECHO
Katherina Langes Solo "Das kunstseidene Mädchen"
- eine Perle. Die Schauspielerin nutzt das zu einer eleganten Demonstration
ihrer schauspielerischen Potenz. Das Auf und Ab der kleinen Schickse,
die aus der Provinz kommend im Berlin der Goldenen Zwanziger einen Hauch
vom Lebensglück aufschnappen möchte, vermag die Lange mit schnippisch-naiver
Forschheit nachzuzeichnen. Dabei spaziert sie sicher über alle Abgründe
von Kitsch und Albernheit, Melancholie und Rührseligkeit hinweg, und
genau diese Fähigkeit zur Balance läßt die Keunsche Figur lebendig werden.
FRANKFURTER RUNDSCHAU
Ein Kabinettstück ... vollendeter
künstlerischer Alleingang.
WESTFALENBLATT
Anderthalb Stunden hervorragendes
Theater, pur und hautnah.
NEUE WESTFÄLISCHE ZEITUNG
"Das Wunderkind"
Katherina
Lange gibt dem namenlosen armen Mädchen einen hinreißend sympathischen,
unschuldigen Charme.
FRANKFURTER RUNDSCHAU
Katherina
Lange berlinerte sich durch die Texte und verschmolz alles zu einer
Einheit - sie ist nicht nur eine bewundernswerte Sängerin, sondern eben
eine große Menschendarstellerin. Das ist selten.
Der Beifall war grenzenlos und erheischte eine herrliche Zugabe: "Ick
bin von Kopf bis Fuß uff Liebe einjestellt", als "Lied eines
armen Mädchens" gesungen. Ein grandloser Abend.
BONNER GENERALANZEIGER
Der
Abend von der Spree hat Witz und Wehmut - und Bescheidenheit. Die Inszenierung
will nicht partout groß sein, und deshalb wirkt sie niemals klein.
FRANKFURTER NEUE PRESSE
Das
virtuose Spiel von Katherina Lange ist trotz Witz und Ironie, trotz
großer Schnauze und kesser Lippe von einer großen Melancholie umweht,
und das macht es so anrührend. Herzerweichend, wie sie im dämmrigen
Licht am Bühnenrand steht und singt: "Ick hab so Sehnsucht nach
wat Scheenem"- und leider erkennen muß: "Das is wohl bloß
in Märchen drin."
Katherina Lange erobert die Zuschauer mit kesser Lippe, schnoddrigem
Ton und romantischer Naivität. Die Berliner Schauspielerin erzählt die
Geschichte eines Straßenkindes. Aufgewachsen in einer Artistenfamilie,
mußte sie als "Wunderkind" schon früh vom Rummelplatz in die
Gosse wechseln, um Geld zu verdienen, weil der Vater vom Trapez gefallen
war, die Flasche zwischen den Eltern stand. Katharina Lange wirbelt
wie ein Derwisch zwischen Perücken und Rettich, grient wie ein Clown,
spielt und betet wie ein Kind. In solchem Arme-Leute-Kostüm muß man
nicht schön singen, aber authentisch sein. Und das ist sie auch.
FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG
"Junk
Space"
Plötzliche
Auf- und Ausbrüche wirken ebenso grotesk wie wahr, das Outen der
Seelenlage zwischen Herzrasen und Lähmungserscheinungen, das ängstliche
Schafherden-Zusammenrotten ebenso wie das lästerliche Abgrenzen
bestimmen die plastische Gruppendynamik. Wunderbar: Katherina Lange
als spitzzüngige, kontrollsüchtige Personaltante, die ganze
Scherenarsenale durch die Sicherheitskontrolle schleust, um deren Versagen
zu beweisen.
NEUE RUHR ZEITUNG
Passagenweise ist es herrlich grotesk, wie diese Menschen
sich gebären: Katherina Lange trifft einen wunderbar schrillen
Ton, wenn sie von den Nagelscheren berichtet, die sie durch die Sicherheitskontrollen
schmuggelt. Der klare Beweis für die systematische Schlampigkeit.
Wissenschaftlich genau protokolliert sie ihre körperlichen Reaktionen
beim Betreten des Flugzeugs, so dass auch die anderen um Atem ringen
müssen.
WESTDEUTSCHE ZEITUNG
"Herz
und Mund und Tat und Leben"
Nicht vordergründig,
sondern zwischen den Zeilen vermittelt das neuartige Musik- und Theater-Konzept
die christliche Botschaft von sozialer Verpflichtung. Durch die Auswahl
der balsamisch fließenden, dann optimistisch-kraftvollen Kantaten
wie "Herz und Mund und Tat und Leben" ist die
90-Minuten-Collage fern von Weihrauch oder erhobenem Zeigefinger. Sie
trifft ins Herz und ermuntert zur Tat.
DIE WELT
Das Schauspielhaus
erfreut mit einem wundervollen Bach-Abend: Es zeigt Kirchenkantaten
des Thomaskantors das ist bestes Teamwork mit Opernhaus und Symphonikern.
RHEINISCHE POST
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